Flexibles Fahrwerk

Fahrzeugkonzept passt sich Verkehr an Auf der Computermesse CeBIT in Hannover haben Forscher des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) im März den Prototyp eines intelligenten Stadtautos vorgestellt, das in der Lage ist, seine Abmessungen der jeweiligen Verkehrslage anzupassen. Das sogenannte „EO smart connecting car“ kann auch während der Fahrt sein Fahrwerk zusammenziehen und so einen halben Meter kürzer werden. Flexible Räder, die im 90-Grad-Winkel gedreht werden können, erlauben es, seitlich auf engstem Raum in Parklücken einzufahren und auf der Stelle zu wenden. Ziel der Wissenschaftler ist es, letztendlich kleines Stadtauto zu entwickeln, das autonom fahren kann und sich mit anderen Fahrzeugen leicht zu einer Autokette, einem sogenannten „Road Train“ koppeln lässt. Das Konzept der „Road Trains“, das im Bereich des Lkw-Verkehrs international bereits praktiziert wird, könnte die Effizienz und Reichweite von Elektrofahrzeugen erhöhen, indem Energie während der Fahrt von einem Auto auf das andere übertragen wird. (11.04.2012, Quelle: scinexx)

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Bezahlen mit dem Smartphone

Identifikation per Fingerabdruck Smartphones könnten schon in naher Zukunft Bargeld und Kreditkarten ablösen, beispielsweise indem das Betreten eines öffentlichen Verkehrsmittels mit dem Smartphone in der Tasche via Sensoren erfasst und der fällige Ticketpreis automatisch abgebucht wird. Mit einem kurzen Antippen des Touchscreens könnten im Laden unkompliziert eingekaufte Waren bezahlt werden. Eine Herausforderung für Finanztransaktionen per Smartphone ist noch die zweifelsfreie Identifikation des Nutzers um etwaigem Missbrauch vorbeugen zu können. Der japanische Elektronikkonzern Sony hat jetzt ein Patent angemeldet, das den Kontoinhaber schnell und zuverlässig anhand seines Fingerabdrucks identifizieren können soll. Im Unterschied zu vergleichbaren Systemen anderer Hersteller sitzt der dafür verwendete Kamerasensor direkt hinter dem Bildschirm des Smartphones statt darüber oder auf der Rückseite. Mit der neuen Technologie sollen auch natürlicher wirkende Videokonferenzen möglich werden, da die Teilnehmer nicht mehr ständig an der Kamera vorbeisehen müssen um einander ins Gesicht blicken zu können. (10.04.2012, Quelle: BBC)

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Haptisches Navigationssystem

Lenkrad-Prototyp erhöht Aufmerksamkeit Die Forschungsabteilung des US-amerikanischen Telekommunikationsunternehmens AT&T, die AT&T Labs in Austin, Texas, hat den Prototypen eines neuen Lenkrads vorgestellt, das Fahrern mit haptischem Feedback bei der Navigation helfen soll. Damit soll der vom Fahren ablenkende Blick auf einen Bildschirm ebenso überflüssig werden wie die Computerstimme herkömmlicher Navigationssysteme. Das Lenkrad der AT&T Labs weist durch Vibrationen darauf hin, wenn der richtige Zeitpunkt zum Abbiegen gekommen ist. Vibriert das Lenkrad im Uhrzeigersinn sollte rechts abgebogen werden, während Vibrationen gegen den Uhrzeigersinn das Linksabbiegen nahelegen. Testläufe in einem Fahrsimulator zeigten, dass sich die Aufmerksamkeitsspanne der Fahrer – die Zeit in der sie den Blick auf die Straße gerichtet hielten – durch das neue System dadurch um mehrere Prozentpunkte verbesserte. Für Testfahrer im Rentenalter zeigten sich die Vorteile des haptischen Feedbacks besonders deutlich, wenn es zugleich mit reinen Audioinformationen zur Route kombiniert wurde. (04.04.2012, Quellen: Popular Science, Technology Review)

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Silizium-Solarzellen billiger

Produktion ohne Materialverlust Das Start-up-Unternehmen Twin Creek Technologies im kalifornischen San José hat nach eigenen Angaben einen Weg gefunden die Produktionskosten von Halbleitern, wie sie in Silizium-Solarzellen Verwendung finden, signifikant zu reduzieren. Bisher bleibt bei deren Herstellung rund die Hälfte des eingesetzten Siliziums als Abfall zurück.  Twin Creek Technologies verspricht dagegen die Produktion besonders dünner 20-Mikrometer-Halbleiter, die weitgehend ohne Materialverlust auskommen soll. Trotz der geringen Dicke sollen die Halbleiter problemlos industriell weiterzuverarbeiten sein, da das Aufbringen einer dünnen Metallschicht  für die notwendige Stabilität des Siliziums sorgt. Das Unternehmen hat den neuen Prozess bereits erfolgreich in einer Solarzellenfabrik in Mississippi demonstriert. Die so produzierten Zellen sollen nur 40 US-Cent pro Watt kosten – bislang stellen noch rund 80 US-Cent pro Watt die untere Kostengrenze dar. (28.03.2012, Quelle: Technology Review)

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Recycling per Laser

Neues Verfahren säubert bedrucktes Papier Das Bedrucken von Papier ist auch für den Privatanwender längst einfach und vergleichsweise günstig. Das anschließende Recyceln oder Verbrennen von Druckerzeugnissen dagegen verursacht hohe Kosten und CO2-Emissionen. Britische Wissenschaftler der University of Cambridge haben jetzt ein Verfahren entwickelt, das es erlaubt, auf Papier aufgedruckte Farbe mit einem Laser einfach zu verdampfen. Der grüne Laser mit ultrakurzen Pulsen lässt die Farbe soweit verschwinden, dass mit bloßem Auge keinerlei Rückstände mehr zu erkennen sind. Zugleich wird die Faserstruktur des Papiers durch das Verfahren nicht beschädigt. In Serie produziert könnte dieser „Entdrucker“ nach Rechnung seiner Entwickler bis zu 79 Prozent weniger Emissionen verursachen als konventionelle Recycling-Verfahren – und dies ohne die Kosten merklich zu erhöhen. In Zukunft könnten also selbst neben den heimischen Druckern gleich die passenden Recycling-Laser stehen und die Anschaffung neuer Papiervorräte weitgehend überflüssig machen. (27.03.2012, Quelle: scinexx)

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6.000 Kilometer über den Pazifik

Roboter schaffen Weltrekord Vier schwimmende Roboter des US-Unternehmens Liquid Robotics haben einen neuen Weltrekord aufgestellt. Die im November 2011 in San Francisco zu Wasser gelassenen sogenannten „Wave Glider“ untersuchen im Rahmen eines Forschungsprojekts die Qualität und Zusammensetzung des Meerwassers und haben mittlerweile eine Strecke von 6.000 Kilometern auf dem Pazifik zurückgelegt. Der bisherige Rekord für unbemannte Wasserfahrzeuge lag bei rund 4.600 Kilometern. Die Wave Glider benötigen für ihr Vorankommen keinerlei Kraftstoff. Stattdessen nutzen die nautischen Roboter, die von der Wasseroberfläche aus wie ein größeres Surfbrett aussehen, die natürlichen Wellenbewegungen des Pazifiks um Fahrt aufzunehmen. Solarzellen liefern die nötige Energie für die installierten Sensoren zur Erforschung des Meeres. Die gewonnenen Daten werden dann via Satellitenverbindung an Land übertragen. (26.03.2012, Quelle: BBC)

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Neue Lytro

Kamera erlaubt nachträgliche Schärferegulierung Das Start-up Lytro im kalifornischen Mountain View hat eine neuartige Kamera auf den Markt gebracht, die es ermöglicht einmal aufgenommene Bilder nach Belieben im Nachhinein scharf zu stellen. Die Lytro-Kamera erinnert durch ihre längliche Form eher an ein kleines Fernrohr als an eine konventionelle Digitalkamera und wird mit Speicherkapazitäten von acht, beziehungsweise sechzehn Gigabyte ausgeliefert. Die Bedienung erfolgt über einen Touchscreen an der Rückseite. Während die Schärferegulierung zum Zeitpunkt der Aufnahme ignoriert werden kann ist es dagegen möglich, per passender Software am heimischen Rechner noch nachträglich auf die gewünschten Bildbereiche zu fokussieren. Möglich wird dies durch die Erfassung des gesamten Lichtfelds einer Aufnahme, zu dem im Unterschied zu konventionellen Kameras auch die Ursprungsrichtung der einfallenden Lichtstrahlen gehört. (22.03.2012, Quelle: Golem, Lytro)

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Unfallrisiko Smartphone

App verhindert Nutzung am Steuer Das Schreiben von SMS und das Telefonieren am Steuer sorgen für massiv gesteigerte Unfallrisiken. Eine gemeinsame Softwareentwicklung der Rutgers University und des Stevens Institute of Technology in den USA soll deshalb die Fahrer von Kraftfahrzeugen von der Smartphone-Nutzung abhalten indem sie die Geräte für die Person hinter dem Steuer einfach sperrt. Die größte Herausforderung bestand dabei darin, die Software zuverlässig zwischen Fahrern und Passagieren zu lassen, damit letztere weiterhin ungehindert während der Fahrt telefonieren können. Hierfür wird über Autoradios mit Bluetooth-Funktion ein unhörbarer Ton an das Smartphone gesendet, mit dem dieses seine eigene Position im Fahrzeuginnenraum exakt berechnen kann. Zumindest für die USA sehen die Entwickler in der technischen Lösung des Ablenkungsproblems durch Smartphones eine Alternative zu einem möglichen gesetzlichen Verbot ihrer Nutzung durch den Fahrer. (20.03.2012, Quelle: Heise)

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Biokraftstoff aus Algenzucker

Effizientere Produktion Chemikern des Bio Architecture Lab in Berkeley, Kalifornien, ist es mithilfe von gentechnisch veränderten Bakterien gelungen, die Effektivität der Umwandlung von Algenzucker in Ethanol signifikant auf rund 80 Prozent des möglichen Ertrags zu steigern. Algen, mit ihrem hohen Anteil an Zucker, gelten schon länger als aussichtsreiche Basis für die Produktion von Biokraftstoffen. Ein Handicap für ihren kommerziellen Einsatz war aber bislang der relativ geringe Ertrag von Ethanol aus dem Rohstoff, da nur ein kleiner Teil des enthaltenen Zuckers effektiv umgewandelt werden konnte. Algen als breite Basis für zukünftige Biokraftstoffe brächten den weiteren Vorteil, dass ihre Anbaugebiete an den Küsten der Weltmeere nicht in Konkurrenz zu landwirtschaftlich genutzten Flächen der Nahrungsmittelproduktion treten würden. (19.03.2012, Quelle: scinexx)

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Grüne Welle in der Stadt

App errechnet optimale Geschwindigkeit Der schnellste Weg per Auto durch die Stadt ist nicht unbedingt der kürzeste sondern der mit den wenigsten Stopps an roten Ampeln. Ein US-amerikanisches Team von Forschern des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Princeton University  testet daher eine neu entwickelte Smartphone-App, die ihren Nutzern die jeweils optimale Fahrgeschwindigkeit empfiehlt, die ein Maximum an grünen Ampelschaltungen garantiert. Bis zu einem Viertel des innerstädtischen Kraftstoffverbrauchs von Pkw soll durch die Minimierung des Stop-and-go-Verkehrs eingespart werden können.  Die App namens SignalGuru setzt dabei auf in Smartphones eingebaute Kameras als Sensoren zur Erkennung der Ampelphasen. Von den Armaturenbrettern möglichst vieler Fahrzeuge aus, sollen die Kameras genügend Daten sammeln, um für die jeweils nachfolgenden Verkehrsteilnehmer Geschwindigkeitsempfehlungen errechnen zu können. Erste Tests der Software sind bereits erfolgreich in Singapur und in Cambridge in den USA durchgeführt worden. (16.03.2012, Quelle: Heise)

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