Making of F 125! Teil 5: Human Machine Interaction
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Making of F 125! Teil 5: Human Machine Interaction
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F 125!
Das neue Mercedes-Benz Forschungsfahrzeug F 125! verknüpft futuristische Bedienkonzepte mit visionären Antriebstechnologien.
Ein ganz neues Kapitel der Erfolgsgeschichte beginnt in unserer Epoche: Wir sind längst unterwegs in eine Zeit des lokal emissionsfreien Autos, das sich umweltfreundlich ohne Abgase fortbewegt. Manche Fachleute sprechen gar von einer Neuerfindung des Automobils und damit könnten sie recht haben. Denn das Auto von morgen bietet so viele Chancen, dass es, zugespitzt ausgedrückt, vielleicht nur noch die Räder gemeinsam haben wird mit dem Fahrzeug, wie wir es heute kennen.
Das neue Mercedes-Benz Forschungsfahrzeug F 125! steht im Rampenlicht des technologischen Fortschritts. Sein Name schlägt den Bogen zurück zu Carl Benz, aber vor allem blickt das Fahrzeug – mit allem Wissen und aller Erfahrung aus 125 Jahren Automobilgeschichte ausgestattet – weit in die Zukunft der individuellen Mobilität.
Damit ist der F 125! ein Forschungsfahrzeug im wahrsten Sinne des Wortes. Vom Karosseriekonzept über die Antriebstechnik, die Bedien-, Kommunikations- und Telematikkonzepte und die Sicherheitsausstattung bis hin zum Design: Automobiler Luxus wird mit dem F 125! in jeder Hinsicht neu definiert. Ein Auto, wie es die Welt zuvor noch nicht gesehen hat: Wo anfangen mit der Beschreibung, wenn etwas so viel Neues bietet?
Am besten mit dem Antrieb: Denn der muss zentrale Antworten auf die Fragen von heute bieten, um eine Perspektive für die Mobilität von morgen aufzuzeigen. Der F 125! hat einen emissionsfreien Elektroantrieb mit vier Elektromotoren, die an Vorder- und Hinterachse radnah installiert sind. Elektronische Steuerungen übernehmen eine stets optimale Kraftverteilung an alle Räder – e4MATIC nennt Mercedes-Benz dieses Konzept. Der Strom wird an Bord in einer Brennstoffzelle durch eine chemische Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff erzeugt. Dabei entsteht lediglich Wasserdampf. Weiterer Strom wird durch effiziente Rekuperation beim Bremsen zurückgewonnen.
Fotogalerie
Neuheiten gibt es bei der Energiespeicherung: Das Konzept des F 125! sieht eine Lithium-Schwefel-Batterie mit einer Speicherkapazität von 10 Kilowattstunden vor, die hinter den Rücksitzen eingebaut ist. Ihr Hauptvorteil ist eine hohe spezifische Energiedichte der Zellen, was eine kleinere und leichtere Batterie ermöglicht. Noch bedarf dieser Batterietyp weiterer Forschung, doch die Entwickler des F 125! gehen davon aus, dass mit ihm in etwa 10 bis 15 Jahren Energiedichten von 350 Kilowattstunden pro Kilogramm erreicht werden können, was schlichtweg eine Verdoppelung des heute Möglichen wäre. Geladen werden kann die Batterie des F 125! induktiv an speziellen Stationen: Ein Stromkabel ist nicht notwendig, man fährt das Fahrzeug einfach an die Ladeposition.
Zukunftsweisend ist im F 125! die Speicherung des Wasserstoffs für die Brennstoffzelle. Strukturintegriert im Fahrzeug ist ein Verbundspeicher für rund 7,5 Kilogramm Wasserstoff untergebracht. Für ihn griffen die Forscher auf sogenannte „Metal Organic Frameworks“ (MOF) zurück: poröse Festkörper, die aus vielen, immer gleichen Grundbausteinen bestehen und baukastenähnlich äußerst variabel zusammengesetzt werden können. Sie haben extrem große, spezifische Oberflächen – die Grundlage für eine enorme Wasserstoff-
Speicherfähigkeit.
Die Gesamtbilanz dieses Aufwands: Die Reichweite des
F 125! liegt mit bis zu 1.000 Kilometern auf dem Niveau moderner Dieselfahrzeuge – bei voller Alltagstauglichkeit
und lokal emissionsfrei.